Kinderschutzbund sucht Jugendliche für ehrenamtliche Telefonberatung Jugendlicher Okt17

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Kinderschutzbund sucht Jugendliche für ehrenamtliche Telefonberatung Jugendlicher

„Drüber reden hilft“

Kinderschutzbund sucht Jugendliche für ehrenamtliche Telefonberatung Jugendlicher

 

„Danke, dass Du mir zugehört hast!“ Das hört Julian (18), ehrenamtlicher Berater am Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer öfter. „Wenn die Anrufer hören, dass am andern Ende einer sitzt, der auch so alt ist wie sie, dann reden die ganz anders mit mir. Und ich finds klasse, dass ich ihnen weiter helfen kann.“ Auf einer Wellenlänge mit den Anrufern zu sein, ist einer der Vorteile des Projekts „Jugendliche beraten Jugendliche“ am Kinder- und Jugendtelefon. Immer samstags sitzen dabei junge Leute zwischen 16 und 21 Jahren am Beratungstelefon des Kinderschutzbundes. Der Kinderschutzbund Rosenheim, bei dem ehrenamtliche BeraterInnen schon seit 1993 Kinder und Jugendliche beraten, erweitert nun sein Angebot und bietet ab Januar ´18 eine Ausbildung zum Berater bei Jugendliche beraten Jugendliche an.

 

Interessantes Ehrenamt

„Wir suchen junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren, die gerne Gleichaltrige beraten möchten, Interesse an psychologischen Themen, etwas freie Zeit und Freude an ehrenamtlicher Arbeit mitbringen“ erläutert Projektleiterin Dorothée Folger-Röhle. Sie ist beim Kinderschutzbund Rosenheim auch für die bisherigen BeraterInnen am Kinder- und Jugend- sowie Elterntelefon der Nummer gegen Kummer zuständig. „Vor allem bei Pubertätsthemen wie „das erste Mal“ oder bei Gewalterlebnissen sind jugendliche Anrufer Erwachsenen gegenüber eher skeptisch. Einem gleichaltrigen Berater können sie sich viel eher öffnen und vertrauen ihm meist schneller ihre Probleme und Gefühle an. Sie möchten außerdem wissen, wie es anderen Jugendlichen mit ihren Themen geht.“

 

Gut vorbereitet ins Gespräch

Damit die jungen BeraterInnen gut auf ihre Tätigkeit vorbereitet sind, geht es in der Ausbildung auch viel um die eigenen Gefühle, den Umgang mit Problemen und Konflikten, Hilfe zur Selbsthilfe und auch die notwendige Abgrenzung. „Ich habe viel über mich selbst erfahren. Diese Ausbildung hat meine Fähigkeit geschärft, Probleme zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Und ich weiß, dass man bei dieser Tätigkeit so gut wie nichts falsch machen kann und es immer Unterstützung durch erfahrene Fachkräfte gibt. Außerdem finde ich, dass die Gruppe der jugendlichen Berater unheimlich wichtig ist, das hätte ich am Anfang nicht gedacht“ erzählt Babsi aus der 10. Klasse.

 

Unverbindlich informieren und für die Ausbildung bewerben können sich Interessierte bei Sozialpädagogin Dorothée Folger-Röhle unter Tel. 0170-3711775, d.folger-roehle@kinderschutzbund-rosenheim.de und www.kinderschutzbund-rosenheim.de sowie www.nummergegenkummer.de