Ostern triftt… in Mark und Bein Apr10

Tags

Verwandte Artikel

Share

Ostern triftt… in Mark und Bein

Und hier nochmal zum nachlesen, für diejenigen die lieber lesen als hören:

Nicht erst an Ostern merken wir was uns gerade in dieser Zeit der Ausgangssperre fehlt, was wir schmerzvoll vermissen…

Für uns sind es:

  • die Berührungen
  • die persönlichen Gespräche
  • das herumblödeln face to face
  • das wirklich für euch da sein zu können
  • mit euch zu planen
  • und persönliche individuelle Dinge.

Sehnsüchte, die tief gehen und weh tun.

Diese Zeit macht bewusst was wirklich wichtig ist und fehlt.


Ruhe und Bewusstsein fürs Wesentliche ist was Wundervolles und vielleicht haben viele von euch diese Zeit (am Anfang) auch genossen. Aber Ruhe macht auch immer Raum, um sich Dingen bewusst zu werden und nicht nur  den Schönen, sondern oft auch gerade die Schmerzvollen, die man gerne beiseiteschiebt. Doch diese lassen sich gerade für viele nicht so einfach beiseiteschieben – um manchen Lebens-themen kommt man gerade einfach nicht aus.


Was ist es bei dir, was schmerzt?

Was fehlt dir?

Nicht oberflächlich, sondern tief in deinem Herzen?

Wo verzweifelst du?

Wo kannst du Gott und die Welt nicht mehr verstehen?

Was trifft dich in Mark und Bein?

Karfreitag ist wohl der traurigste Tag im Kirchenjahr. Er ist geprägt von Verrat, Enttäuschungen, Unverständnis, Sehnsüchten, die nicht erfüllt werden, physischem und seelischem Schmerz, Tod und Einsamkeit.
Wenn wir an unsere dunkelsten Zeiten im Leben oder an die dunkelsten Flecken in uns denken, sind das nicht genau diese Punkte

  • Verrat z.B. von einem guten Freund
  • Enttäuschung von mir selbst, einer Situation, oder dem Leben
  • Sehnsüchte, die nicht erfüllt werden
  • das Gefühl allein zu sein
  • Verlust eines so stark geliebten Menschen

Eins davon reicht meist schon aus – ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich Jesus gefühlt haben mag mit all  dem auf einmal

Warum Jesus am Kreuz sterben musste? Und warum Gott ihm das nicht erspart hat?Dazu gibt es viele theologische Antworten, die wir gerne mal mit euch am Lagerfeuer oder auch wo anderes diskutieren.Wichtig finde ich aber, dass wir einen Gott haben der all den Schmerz, die Angst, die Qualen und Sehnsüchte kennt die wir manchmal so mit uns herumtragen und das nicht nur als wage Idee wie die Floskel „ich weiß wie du dich fühlst“ sondern weil er durch all das durchgegangen ist.Jeden Schmerz den wir durchmachen kennt er auch. Wir haben keinen Gott der fern oder abgehoben ist sondern einen der uns gerade in unserem Schmerz nahe ist. Nicht nur an Karfreitag sondern an allen Tagen der Welt.